FAQ

Häufige Fragen.
Konkrete Antworten.

Vor der ersten Bemusterung stellen sich dieselben Fragen — egal ob Bauherr oder Architekturbüro. Hier sind die Antworten, die wir ohnehin am Telefon geben, schriftlich und zum Nachlesen.

Ausstellungsdetail mit verschiedenen Fliesenmustern und Natursteinproben

15 Antworten

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Beratung & Termin

  • Wie läuft ein Erstberatungstermin bei Ihnen ab?

    Der Erstberatungstermin dauert zwischen 60 und 90 Minuten und findet in unserem Showroom in Bad Tölz statt. Wir hören zunächst zu — Grundriss, Nutzung, Wünsche, Vorbehalte, Budget-Richtung. Danach gehen wir gemeinsam durch die Ausstellung und zeigen Materialien, die zu Ihrer Situation passen. Am Ende des Gesprächs haben Sie:

    • einen ersten konkreten Budget-Korridor (mit etwa plus/minus 20 Prozent Unschärfe),
    • zwei bis vier Materialrichtungen, die in die engere Wahl kommen,
    • eine klare Vorstellung, wie die nächsten Schritte aussehen.

    Das Erstgespräch ist unverbindlich und kostenlos. Wir nehmen uns die Zeit — aber bitte bringen Sie mit, was Sie haben: Grundrisse, Fotos, Pinterest-Boards, handschriftliche Notizen. Alles hilft, schneller auf den Punkt zu kommen.

  • Brauche ich für den Showroom-Besuch einen Termin?

    Zum Stöbern nicht. Unser Showroom ist während der regulären Öffnungszeiten offen, und Sie sind jederzeit willkommen, sich in Ruhe umzusehen — auch ohne konkreten Bedarf.

    Für eine echte Beratung empfehlen wir allerdings dringend einen Termin. Ein substanzielles Gespräch mit Materialauswahl, Formatüberlegungen und Preisrichtungen braucht 60 bis 90 Minuten Aufmerksamkeit eines unserer Fachberater. Ohne Termin kann es passieren, dass wir Sie zwischen parallel laufenden Kundenterminen nicht mit der Qualität betreuen können, die Ihr Projekt verdient.

    Termine vereinbaren Sie am einfachsten telefonisch oder per E-Mail. Der BOB-Anschluss (Bayerische Oberlandbahn) ist in rund acht Minuten Fußweg erreichbar — wer aus München anreist, kommt bequem ohne Auto.

  • Was muss ich zum ersten Termin mitbringen?

    Je mehr Sie mitbringen, desto präziser wird das Erstgespräch. Als praktische Checkliste:

    • Grundriss des betreffenden Raumes — genügt als Skizze oder Handy-Foto vom Architektenplan.
    • Aktuelle Raumfotos, möglichst aus verschiedenen Blickwinkeln. Wichtig sind auch unauffällige Ecken — hinter der WC-Wand, unter dem Waschtisch.
    • Maße — Bodenfläche, Wandlängen, Raumhöhe. Ungefähr genügt; exakt wird beim Aufmaß vor Ort.
    • Bilder, die Ihnen gefallen — Pinterest-Boards, Magazin-Ausschnitte, Screenshots von anderen Projekten. Auch ein Bild, bei dem Sie wissen “so nicht”, hilft enorm.
    • Budget-Vorstellung, auch wenn nur als grober Korridor. Wir respektieren jeden Rahmen und bauen unsere Empfehlung darauf auf.

    Was Sie nicht mitbringen müssen: fertige Entscheidungen. Der Sinn des Termins ist, dass Sie mit mehr Klarheit herausgehen als hinein. Offene Fragen sind willkommen.

Bemusterung & Muster

  • Wie schnell kann ich Muster bekommen?

    Standard-Sortiment ist im Haus und kann sofort mitgegeben werden. Handmuster unseres regulären Programms sind binnen 48 Stunden versandfertig — wir schicken innerhalb Deutschlands per DHL oder, bei größeren Paketen, per Spedition.

    Für Sondermaterialien aus italienischen oder spanischen Werken rechnen wir mit fünf bis zehn Werktagen, abhängig von der Verfügbarkeit beim Hersteller. Bei Naturstein aus unserem eigenen Steinwerk können wir in der Regel binnen drei Werktagen reale Plattenausschnitte bereitstellen — auch in Wunschformat, wenn es ein charakterstarker Stein mit Aderung ist, die auf dem Kleinmuster nicht sichtbar wird.

    Für Projekte in konkreter Entscheidungsphase schicken wir bewusst mehrere Varianten nebeneinander — ein Einzelmuster ohne Kontext hilft selten weiter.

  • Verschicken Sie Muster auch ans Architekturbüro?

    Selbstverständlich. Wir arbeiten regelmäßig mit Architektur- und Innenarchitekturbüros im gesamten süddeutschen Raum und darüber hinaus. Für Planer bieten wir:

    • Musterversand an die Kanzlei- oder Projektadresse — binnen 48 Stunden für Standardsortiment.
    • Projektbezogene Musterpakete mit mehreren Alternativen pro Position, abgestimmt auf den Projektkontext.
    • Technische Datenblätter, EPDs und CAD/BIM-Assets für die meisten unserer Materialien digital auf Anforderung.
    • Direkter Fachberater-Kontakt statt Hotline-Tickets — Sie erreichen immer die Person, die Ihr Projekt kennt.

    Für größere Projekte empfehlen wir einen kurzen Termin zur Abstimmung — entweder bei Ihnen, in unserem Showroom oder per Video. Viele Entscheidungen lassen sich so in einer Stunde bereinigen, die per E-Mail-Hin-und-Her Wochen kosten würden.

  • Was unterscheidet Ihre Naturstein-Beratung vom Standard-Handel?

    Wir betreiben seit 2008 ein eigenes Steinwerk. Das klingt unscheinbar, ändert aber die Beratungsqualität substanziell. Konkret bedeutet es:

    • Wir sehen die Rohblöcke, bevor wir sie anbieten. Die Musterplatten, die Sie bei uns auswählen, stammen aus realen Blöcken, die wir ausgewählt haben — nicht aus einem Katalogbild.
    • Wir fertigen auf Wunsch im Haus zu — Wunschformate, Sonderoberflächen (gebürstet, sandgestrahlt, getrommelt), Kantenbearbeitungen. Das macht Sonderwünsche planbar, statt sie zu Sonderimporten werden zu lassen.
    • Wir kennen die Herkunft. Bei Naturstein ist die Herkunft — Steinbruch, Lage im Bruch, Formation — entscheidend für Farbigkeit, Aderung und Frostsicherheit. Wir können auf diese Ebene Auskunft geben.
    • Wir wählen Partien aus. Für größere Flächen wählen wir Platten so aus, dass Aderung und Farbspiel harmonisch durchlaufen — ein Detail, das im reinen Handel oft verloren geht.

    Kurz: Sie bemustern nicht ein Bild, Sie bemustern einen Stein.

Verlegung & Handwerk

  • Verlegen Sie das Material auch selbst?

    Ja — das ist sogar einer unserer Kernbereiche. Wir haben eigene Verlegekolonnen, die seit vielen Jahren mit uns arbeiten und unsere Materialien, Werkzeuge und Qualitätsansprüche kennen.

    Das Verlegen im eigenen Haus hat zwei Vorteile, die sich in der Praxis auszahlen:

    1. Eine Ansprechperson für alles. Wenn während des Projekts etwas auftaucht — Untergrund nicht plan, Materialnachbestellung, Änderungswunsch — gibt es niemanden, auf den “verwiesen” wird. Wir klären es direkt.
    2. Materialkenntnis vom Einkauf bis zur Fuge. Unsere Verleger wissen, wie der Kleber zur Platte und die Fuge zum Material passt — weil wir das gemeinsam entschieden haben.

    Sie können bei uns aber auch nur Material beziehen, wenn Sie bereits einen Verleger Ihres Vertrauens haben. Wir weisen diesen dann gern technisch ein und bleiben bei Fragen erreichbar.

  • Wie groß sind typische Privatbäder, die Sie planen?

    Unser Privatbad-Spektrum reicht regelmäßig von 4 bis 50 m², in Einzelfällen deutlich darüber hinaus. Die häufigsten Größenklassen in der Praxis:

    • Gästebäder: 4 bis 8 m². Klassische Sanierungen, meist im Altbaubestand des Oberlands.
    • Familienbäder: 8 bis 14 m². Der häufigste Typ. Oft Kombination aus Dusche und Wanne, zwei Waschplätze, manchmal separates WC.
    • Hauptbäder: 14 bis 25 m². Repräsentative Räume, oft mit bodenebener Großdusche, freistehender Wanne, abgesetztem WC-Bereich.
    • Wellness-Bäder: 25 bis 50 m² und mehr. Mit Dampfbad, Sauna-Anbindung, Ruhebereich. Hier kommen regelmäßig unsere Großformate und das Naturstein-Sortiment aus dem Steinwerk zum Einsatz.

    Wir begleiten jeden Maßstab mit dem gleichen Prozess — das Erstgespräch unterscheidet sich im Kern nicht zwischen einem 5-m²-Gästebad und einem 45-m²-Wellness-Projekt. Der Aufwand skaliert, die Sorgfalt nicht.

  • Können Sie auch ein bereits laufendes Projekt übernehmen?

    Grundsätzlich ja — wir haben das schon mehrfach gemacht, und es lässt sich meist sauber lösen. Allerdings brauchen wir dafür Klarheit über den Stand der Dinge. Bevor wir übernehmen, schauen wir:

    • Was ist vertraglich mit dem bisherigen Gewerk geregelt? Offene Gewährleistungsfragen, Zahlungen, Restleistungen — das muss sauber getrennt werden, bevor wir einsteigen.
    • In welchem Zustand ist die Baustelle? Wir machen eine Bestandsaufnahme vor Ort mit Fotodokumentation. Offene Untergründe, angesetzte Kleber, Teilverlegungen — alles wird festgehalten.
    • Welches Material ist schon vor Ort? Wenn Sie bereits eingekauft haben, prüfen wir, ob wir damit weiterarbeiten können, oder ob eine Nachbestellung sinnvoll ist.

    Nach dieser Aufnahme bekommen Sie ein Angebot, in dem klar getrennt ist, was wir als Neubau leisten und was wir an Vorarbeiten überprüfen. Für Mängel aus Vorgewerken übernehmen wir keine Gewährleistung — das muss so sein, weil wir die Ausführungsqualität dort nicht kontrolliert haben. Aber wir finden regelmäßig eine Lösung, die Ihr Projekt wieder in geordnete Bahnen bringt.

Lieferung & Versand

  • Welche Lieferzeiten muss ich für Großformate einplanen?

    Realistisch sind bei Großformaten (120 × 120 cm und größer) aus italienischen Werken aktuell acht bis zwölf Wochen zwischen verbindlicher Bestellung und Anlieferung auf der Baustelle. Für Serienware aus europäischer Lagerhaltung sind zwei bis vier Wochen die Regel.

    Sonderzuschnitte, Sonderformate oder nicht standardmäßige Oberflächen können die Lieferzeit deutlich strecken — hier planen wir lieber mit zwölf bis sechzehn Wochen und freuen uns, wenn es schneller kommt.

    Praktische Konsequenz. Wer im Sommer sein Bad fertig haben möchte, entscheidet die Materialwahl idealerweise bis Ende Februar. Wir weisen in jedem Beratungsgespräch aktiv auf die aktuelle Liefersituation hin, bevor emotionale Entscheidungen gegen den Kalender gefällt werden. Bei Zeitdruck zeigen wir gezielt Lageralternativen mit vergleichbarer Wirkung — ein Umweg, der oft die elegantere Lösung ist als sechs Wochen Baustillstand.

  • Liefern Sie auch außerhalb Bayerns?

    Ja. Material liefern wir deutschlandweit und im grenznahen Ausland (Österreich, Südtirol, Schweiz). Für Anlieferungen mit Hebefahrzeugen oder baustellenbezogener Entladung arbeiten wir mit etablierten Speditionen zusammen.

    Bei Verlegeleistungen sind wir allerdings regional fokussiert: Unser Stammeinsatzgebiet liegt im oberbayerischen Oberland — grob der Dreieck Bad Tölz, Tegernsee, Lenggries sowie der südliche Großraum München. Projekte außerhalb dieses Radius nehmen wir nur in Ausnahmefällen an, typischerweise wenn die Projektgröße eine vernünftige Baustellenpräsenz rechtfertigt (größere Privatprojekte, Hotel- und Gewerbeprojekte).

    Für Architekturbüros, die mit uns als Lieferanten und gleichzeitig einem eigenen Verlegepartner arbeiten, übernehmen wir auf Wunsch die materialtechnische Einweisung Ihres Verlegers — auch bundesweit per Video oder vor Ort.

Gewährleistung & Qualität

  • Welche Gewährleistung gibt Kitzerow auf eigene Verlegung?

    Auf unsere Verlegeleistungen geben wir die gesetzliche Gewährleistung von fünf Jahren gemäß VOB/B. In der Praxis bleibt die Qualität unserer Verlegungen darüber hinaus regelmäßig viele Jahre stabil — wir sehen immer wieder Bäder aus den 1990er- und 2000er-Jahren, die wir damals verlegt haben und die heute noch unverändert in Nutzung sind.

    Was das konkret heißt:

    • Sichtbare Mängel nach Übergabe (Hohllagen, Fugenrisse, Abplatzungen aus Verlegefehlern) werden von uns behoben — ohne Diskussion.
    • Mängel aus Materialfehlern klären wir direkt mit dem Werk. Sie als Bauherr sind nicht in der Pflicht, sich mit italienischen Herstellern auseinanderzusetzen — wir übernehmen das.
    • Anzeigepflicht. Mängel, die erst später auftreten, sollten Sie zeitnah melden — nicht erst nach Jahren. Wir sehen uns das dann auch Jahre nach der Verlegung an und finden eine faire Lösung.

    Für Material, das wir nur liefern (ohne eigene Verlegung), gelten die Gewährleistungsregeln des Werks und der Liefervertrag.

Sonstiges

  • Bieten Sie Festpreise oder Stundenabrechnung?

    Für vollständige Projekte arbeiten wir grundsätzlich mit Festpreisen auf Basis positionsweiser Kalkulation. Nach dem Aufmaß und der Materialentscheidung bekommen Sie ein Angebot, in dem jede Position einzeln ausgewiesen ist — Rückbau, Estrich, Abdichtung, Verlegung nach Fläche, Fugarbeit, Silikon, Zusatzleistungen. Zusammen ergibt das einen verbindlichen Festpreis.

    Stundenbasiert arbeiten wir in drei Situationen:

    1. Reparatur- und Ergänzungsarbeiten an Bestand (einzelne gerissene Fliesen, Silikonerneuerung, kleinere Reparaturen).
    2. Beratungsleistungen für Architekturbüros, wenn die Leistung nicht in eine klassische Materialkalkulation fällt (Sonderausschreibungen, BIM-Integration, technische Reviews).
    3. Unvorhergesehene Mehrarbeiten, die sich erst während des Rückbaus zeigen. Diese rechnen wir transparent auf Stundenbasis nach Abstimmung mit Ihnen — nicht pauschal “obendrauf”.

    Die Regeln für Stundenabrechnung stehen immer im Angebot. Keine Überraschungen auf der Schlussrechnung.

  • Sind Sie auch für Hotel- und Gewerbeprojekte aufgestellt?

    Ja. Wir arbeiten regelmäßig an Hotel-, Gastronomie- und Büroprojekten — typischerweise in Größenordnungen von 200 bis 2.500 m² Belagsfläche. Für diese Projekte bieten wir:

    • Projektbezogene Kalkulation mit positionsweiser Transparenz — passend zur Leistungsverzeichnis-Logik von Generalunternehmern und Planern.
    • Werkbezogene Partien-Sicherung. Für durchgehende Flächen bestellen wir Material in einer Partie, damit keine Farb- oder Kalibersprünge entstehen.
    • Bauzeitenabstimmung mit parallel laufenden Gewerken — wir kennen die Schnittstellen zu Trockenbau, Estrichbau, Sanitär und Elektro.
    • Technische Dokumentation gemäß den Anforderungen des Bauherrn oder der jeweiligen Sachverständigen-Anforderungen (DIN 18157, ZDB-Merkblätter, EPD-Nachweise).
    • Objektbetreuung über die Laufzeit bei mehrjährigen Projekten.

    Für Erstgespräche zu Gewerbeprojekten kommen wir auf Wunsch auch zu Ihnen — entweder ins Architekturbüro oder auf die Baustelle. Schreiben Sie uns kurz, was geplant ist, und wir finden einen Termin.

  • Wie ist der Pflegeaufwand bei Naturstein im Bad?

    Naturstein im Bad braucht etwas mehr Aufmerksamkeit als Feinsteinzeug — aber deutlich weniger, als oft erzählt wird. Die beiden Grundregeln:

    1. Keine Säuren. Entkalker, Essigreiniger und säurehaltige Sanitärreiniger sind bei Kalkstein, Marmor und Travertin tabu — sie ätzen die Oberfläche an. Für die Alltagsreinigung reicht ein steinverträglicher Neutralreiniger oder schlicht klares Wasser mit einem Schuss Spülmittel.
    2. Regelmäßige Imprägnierung. Je nach Stein und Nutzung alle zwei bis fünf Jahre. Die Imprägnierung dringt in die Oberfläche ein und schützt gegen Flecken, ohne die Haptik zu verändern. Wir geben Ihnen bei der Übergabe ein Pflegeset mit und zeigen, wie es geht.

    In der Dusche empfehlen wir, nach der Nutzung kurz abzuziehen — nicht, weil der Stein leiden würde, sondern damit sich keine Kalkschlieren festsetzen. Das ist eine Gewohnheit, die nach zwei Wochen automatisch läuft.

    Ehrlich gesagt: Die meisten Kunden, die Naturstein im Bad haben, berichten nach einigen Jahren, dass sie weniger reinigen als vorher — weil der Stein sichtbar “lebt” und kleine Gebrauchsspuren zur Schönheit beitragen, statt zu stören.

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