Kontext
Der Bayerische Hof ist eines der letzten großen privat geführten Stadthotels Europas. Als 2014 die Planung für die Erweiterung der Wellnesslandschaft mit dem neuen Dachpool startete, war das ein besonderes Projekt — nicht nur wegen der prominenten Lage mitten in München, sondern auch wegen des Anspruchs, der jede einzelne Fläche im Haus prägt.
Wir haben die keramischen und steinernen Gewerke in der Wellnesslandschaft und im Schwimmbadbereich verantwortet. Rund 1.000 Quadratmeter, verteilt auf Dachgeschoss und Hauptebene, mit einer Verzahnung aus Dampfbad, Sauna, Ruhezonen und einem Schwimmbecken mit Ausblick über die Altstadt.
Die Materialentscheidung
Die Hauptrolle übernimmt Glasmosaik von Bisazza — in einer Mischung aus zwei Grautönen und einem schimmernden Champagner, der bei Abendlicht sehr leise Akzente setzt. Der Pool selbst ist vollständig mosaikverlegt, die umlaufenden Bankflächen und die Beckenränder sind präzise auf das Fugenraster abgestimmt.
Als Kontrast zum Mosaik arbeiten wir mit Travertin an den Waschtischen und an den Rückwänden der Ruhezone. Die offene Struktur des Travertins bringt akustische Dämpfung in einen Raum, der sonst hart klingen würde. Solnhofener Naturstein kommt in den Übergangsbereichen zum Einsatz — ein Material mit regionalem Bezug und einer Haptik, die sich deutlich von den anderen Flächen absetzt. Das Großformat-Feinsteinzeug übernimmt die Lauflinien und die technisch beanspruchten Umkleidebereiche.
Die Messing-Einlegeprofile an den Beckenkanten sind ein zurückhaltender Akzent, der das Haus mit den eleganten Materialbeschlägen des Gesamthotels verbindet.
Umsetzung
Die Dachlage war der logistische Hauptpunkt. Sämtliches Material, einschließlich der schweren Großformatplatten und der Bisazza-Bahnen, wurde über Nachtfenster per Kran und Lastaufzug eingebracht. Der Umbau lief bei laufendem Hotelbetrieb, mit Nachtarbeit in den lärmintensiven Phasen und einem engen Korridor zu den belegten Etagen.
Die Mosaikverlegung im Pool ist in zwei Etappen erfolgt: zuerst die vertikalen Wandflächen, dann die Beckenrunde. Für die Abdichtung haben wir mit dem Poolbauer eng zusammengearbeitet — jede Übergangsfuge ist doppelt geprüft, bevor das Becken gefüllt wurde.
Ergebnis
Die Wellnesslandschaft ist seit 2015 im Betrieb. Der Dachpool gehört inzwischen zu den bekannten Orten des Hauses. Für uns ist das Projekt die Referenz für innerstädtische Wellness mit maximal anspruchsvoller Logistik — und für die Kombination aus Bisazza-Mosaik und Travertin, die bis heute zu den robustesten Wellness-Materialpaaren gehört, die wir anbieten.
Materialien im Überblick
- Glasmosaik Bisazza in drei Farbtönen, Pool und Bankflächen
- Travertin, Waschtische und Rückwände
- Solnhofener Naturstein, Übergangsbereiche
- Großformat-Feinsteinzeug, Lauflinien und Umkleiden
- Messing-Einlegeprofile, Beckenkanten