Hotel

Bachmair Weissach · Mizu Onsen Spa
Rottach-Egern · 2018

1.400 m² Spa-Welt am Tegernsee: Travertin, Glasmosaik und Feinsteinzeug in japanisch-alpiner Ruhe.

Bachmair Weissach · Mizu Onsen Spa, Rottach-Egern, fertiggestellt 2018

Kontext

Das Mizu Onsen Spa im Bachmair Weissach ist weit mehr als ein Hotel-Wellnessbereich. Auf rund 1.400 Quadratmetern inszeniert die Anlage eine Interpretation japanischer Badekultur am Tegernsee — präzise, zurückhaltend, materialbewusst. Für uns war das Projekt eine der anspruchsvollsten Bemusterungen der letzten Jahre: Jede Fläche musste eine eigene akustische, haptische und optische Rolle übernehmen, ohne die Gesamtruhe zu stören.

Die Bachmair Weissach Hotel KG trat mit einer klaren Vorgabe an uns heran. Die Spa-Welt sollte japanische Gelassenheit mit oberbayerischer Verwurzelung verbinden. Das heißt: keine Imitation, keine Ferienprospekt-Optik, sondern ein Materialkanon, der Zeit und Nutzung verträgt.

Die Materialentscheidung

Wir haben uns gemeinsam mit dem planenden Büro für vier tragende Materialgruppen entschieden. Großformatiges Feinsteinzeug übernimmt die durchlaufenden Böden der Ruhe- und Umkleidebereiche — ruhig, porenarm, pflegeleicht. Travertin kommt an den Waschtischen und in Teilbereichen der Saunalandschaft zum Einsatz. Seine offene Struktur dämpft Geräusche und bringt Wärme in eine ansonsten technisch anspruchsvolle Nassraum-Architektur.

Der Signalpunkt des gesamten Spas ist das tiefe Blau des Pool- und Tauchbeckenbereichs. Wir haben Glasmosaik in mehreren Blautönen verlegt, mit leichten Farbverläufen zwischen Schwimmbecken und Tauchbecken. Das Material reagiert lebendig auf das Tageslicht über den Lamellenfenstern — morgens kühler, abends fast anthrazit. In den Übergängen zu den Liegezonen arbeiten wir mit Holzdielen-Optik im Feinsteinzeug: barfußtauglich, rutschsicher, ohne den realen Pflegeaufwand echten Holzes.

Umsetzung

Die Ausführung lag bei unserem eigenen Verlegeteam. Rund 1.400 Quadratmeter Nass- und Trockenbereich, dazu die vollständigen Mosaikflächen der Beckenzone — das bedeutet wochenlange Koordination mit Haustechnik, Sauna-Gewerk und Poolbau. Besonders anspruchsvoll waren die randnahen Mosaikverläufe: Jede Bahn wurde vor Ort geprüft und abgestimmt, damit die Fugenbilder der Unterwasserbeleuchtung standhalten.

Wir haben in dieser Zeit eng mit der Hausleitung kooperiert, damit der Betrieb in den übrigen Hotelbereichen ungestört laufen konnte. Materialanlieferung, Staubschutz, zeitlich gestaffelte Abschnitte — das ist bei Hotelprojekten dieser Größenordnung die eigentliche Disziplin.

Ergebnis

Das Mizu Onsen hat seit der Fertigstellung mehrere Auszeichnungen im deutschsprachigen Spa-Segment erhalten. Entscheidend für uns ist aber die alltagstaugliche Substanz: Nach inzwischen sieben Jahren Vollbetrieb zeigen die Flächen genau die Patina, die wir eingeplant haben — ohne funktionale Abstriche. Die gewählten Materialien altern in unterschiedlichen Geschwindigkeiten, das ist gewollt und gibt dem Spa seine Tiefe.

Für uns bleibt das Projekt ein Referenzpunkt, wenn es um das Zusammenspiel aus Großformat, Mosaik und Naturstein auf engstem Raum geht.

Materialien im Überblick

  • Großformat-Feinsteinzeug, Bodenflächen Umkleide und Ruhezone
  • Glasmosaik in drei Blautönen, Schwimm- und Tauchbecken
  • Travertin, Waschtische und Teilflächen Sauna
  • Holzdielen-Optik im Feinsteinzeug, Übergangszonen
  • Solnhofener Naturstein-Sockel in der Saunalandschaft

\u201CWir wollten eine Ruhe, die man barfuß spüren kann. Deshalb haben wir lange um jedes Material gerungen — am Ende bis zur Fuge.\u201D

— aus der Bauherrenkommunikation, sinngemäß

Bildergalerie aus dem Projekt.

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